Die Citibank hatte 1983 den Dispokredit gekündigt und den Gerichtsvollzieher geschickt

23 Jahre später hat sie den vergraulten Kunden wiederentdeckt

Mönchengladbach, den 19.06.2006. Der Mann staunte nicht schlecht, als er eine Werbebotschaft der Citibank erhalten hatte. Die Bank bot ihm ein Bankdarlehen an. Von dieser Bank hätte der Mann nie im Leben eine Werbebotschaft erwartet.

Von 1976 bis 1983, als die "Citibank" noch "KKB Kundenkreditbank" hieß, hatte der Mann mit dieser Bank zu tun gehabt. Er hatte bei dieser Bank ein Haushaltskonto; heute nennt man das Girokonto. Auf den Kontoauszügen hatte die Bank eine solche Zusage gemacht:

    "Sie können Ihr Konto bis auf weiteres jederzeit bis zu DM 5.000 überziehen. Bei weiterem Kreditbedarf sprechen Sie bitte mit uns."

Jederzeit , das war die Zusage der Bank. Dummerweise hat der Bankkunde an diese Zusage geglaubt und den Dispositionskredit in Anspruch genommen. Doch dann der Schock: Mit Vollstreckungsbescheid vom 23.11.1983 forderte die Bank den Überziehungskredit in einem Betrag zurück. Im Vollstreckungsbescheid ist der Überziehungskredit mit 3552,01 DM beziffert.

Dieser ehemalige Bankkunde dieser Bank ist davon überzeugt, dass die Zusagen der Citibank nichts wert sind.

Diesem Artikel liegen folgende Dokumente zugrunde:

Original-Kontoauszüge der KKB vom 17.07.1981 und 30.04.1982 sowie eine Kopie des Vollstreckungsbescheides des Amtsgerichts Düsseldorf vom 23.11.1983, Geschäftszeichen: 19 B 09776/83.

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