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Trotz Garantie und Garantieverlängerung droht Quelle mit dem Gerichtsvollzieher Nürnberg, den 10. November 2006. Nach massivem Personalabbau in der Vergangenheit plant Quelle zusätzliche Einschnitte in die Arbeits- und Einkommensbedingungen der Beschäftigten. Quelle will die Arbeitszeit ohne Bezahlung auf bis zu 42 Stunden pro Woche erhöhen. Außerdem soll der Urlaub bis zu zwei Wochen gekürzt werden. Auf das Jahr umgerechnet ergibt sich für jeden Beschäftigten eine unbezahlte Mehrarbeit von bis zu 234 Stunden. Durch diese Mehrbelastungen des einzelnen Beschäftigten will Quelle noch mehr Personal abbauen. Die Strategie ist, mit möglichst wenig Kapital-Einsatz den höchst möglichen Erfolg zu erzielen. Demnach ist bei Quelle ein planloses Herumwirtschaften angesagt. Bei einem planmäßigen Wirtschaften wird mit einem bestimmten Einsatz ein bestimmter Erfolg angestrebt. Diese planlosen Mehrbelastungen des Personals bekommen die Kunden von Quelle jetzt zu spüren. So jedenfalls sieht das eine Sammelbebstellerin von Quelle aus Mönchengladbach. Eine Mitbestellerin hatte am 11. März 2005 im Quelle Versandhandel für ihren Ein-Personen-Haushalt den Geschirrspüler PRIVILEG ProComfort gekauft. Vollgestopft mit modernster Elektronik für 699,95 Euro. Hinzu kam noch eine Garantie-Verlängerung für ein Jahr für 89,95 Euro. Nachdem der Reiz des Neuen verflogen war, wurden die paar Teller und Tassen wieder von Hand gespült. Eine Woche lang benutztes Geschirr sammeln und angammeln lassen ist nicht jedermanns Sache. Und so kam es, dass der teure Geschirrspüler manchmal wochenlang nicht benutzt wurde. Und eines Tages, als der Geschirrspüler doch einmal nützlich gewesen wäre, funktionierte das gute Stück nicht mehr. Das war Ende August 2006. Das gute Stück hatte bereits nach etwa eineinhalb Jahren den Geist aufgegeben. Der Quelle Kundendienst vergab einen Termin in zwei Wochen. Doch dann musste der Monteur ein Ersatzteil bestellen. Nach etwa vier Wochen war das Gerät wieder betriebsbereit. Dem Monteur vom Quelle Kundendienst wurde die Quelle-Rechnung vom 11. März 2005 vorgelegt. Mit der Garantie-Verlängerung bestand eine Garantie bis zum 10. März 2008. Normalerweise kein Problem. Doch die Sammelbetstellerin staunte, als ihre Mitbestellerin vom Quelle Kundendienst eine Mahnung bekam, in der auf eine nicht erhaltene Rechnung Nummer 0015519153 vom 13. September 2006 in Höhe von 259,84 Euro Bezug genommen wurde. Eine Beschwerde der Sammelbetstellerin bei Quelle nutzte nichts. Am 10. November 2006 schickte der Quelle Kundendienst eine letzte Mahnung und drohte mit dem Gerichtsvollzieher. 259,84 Euro für eine Reparatur ist aber ziemlich happig. Dafür bekommt man schon einen neuen Geschirrspüler. Der billigste im Internet angebotene Geschirrspüler kostet 179,95 Euro. Wahrscheinlich ohne teure und reparaturanfällige Elektronik. |
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